Macht, Öl und die Rolle des norwegischen Staatsfonds
Eine Recherche-Reise durch Skandinavien hat meinen Sommer geprägt, und gleichzeitig die Kulisse für den kommenden Band der Schatten-Protokolle gebracht. Die raue Inselwelt im Norden setzt den Rahmen für eine Handlung, die diesmal noch weiter führt – bis an die Grenze des arktischen Eises. Worum es dabei genau geht, erfahrt Ihr demnächst.
Die Zeit zwischen den Reiseetappen habe ich genutzt, um noch ein wenig das Fundament der bestehenden Bände zu festigen. Im Zentrum stand dabei Band 2: »Staatsstreich«.
Der geopolitische Hebel
Der Roman verknüpft zwei Welten, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben: die saubere Kulisse skandinavischer Finanzarchitektur und die harten Interessen um eines der größten Schieferölfelder der Welt in Südamerika. Es geht um Milliardensummen, die unter dem Deckmantel grüner Investitionen fließen, um politische Umstürze und den Zugriff auf strategische Rohstoffe.
Um diese Verflechtungen zwischen europäischem Kapital und geopolitischen Machtspielen noch schärfer herauszuarbeiten, habe ich den Norwegen-Strang in der Neuausgabe deutlich ausgebaut.
Neu im Ensemble ist die Figur des Egil Olsen, Direktor des norwegischen Staatsfonds. Als Verwalter der gewaltigen nordischen Öleinnahmen leitet er ein Finanzinstrument mit globalem Gewicht. Im Buch bekommt Olsen Wind von verdeckten Geldströmen, die den Putsch in Argentinien finanzieren, und sucht den Kontakt zum Journalisten Erik.
Dieser Blick auf Staatsfinanzen und Rohstoffinteressen gibt der Handlung von »Staatsstreich« mehr Tiefe und macht die Hintergründe greifbarer. Die neue Version ist ab sofort erhältlich, zum Beispiel bei amazon.de.
Foto: Andreas Rasmussen / Unsplash